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E-Bike oder Pedelec: Was der Volksmund daraus macht

Viele kennen nur den Begriff E-Bike oder verwenden beide Begriffe synonym. Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied, der anhand der Motorleistung und der daraus folgenden gesetzlichen Einordnung festgemacht wird. Geeignet ist ein solches Rad nicht nur für die City, sondern auch für den Weg ins Büro, lange Fahrradtouren oder für den Weg in den Supermarkt.

E-Bike

Hierbei handelt es sich um ein Fahrrad, das elektronisch unterstützt wird und sich auch ohne Betätigung der Pedale fortbewegen kann. Über einen Drehgriff wird die Geschwindigkeit vom Fahrer reguliert. Rechtlich gesehen handelt es sich bei E-Bikes nicht mehr um ein Fahrrad, sondern um ein motorbetriebenes Fahrzeug. Aufgrund dessen muss das „Fahrzeug“ ein Versicherungskennzeichen tragen und Fahrer müssen mindestens 16 Jahre alt sein und eine Mofa-Prüfbescheinigung vorweisen können. Des Weiteren dürfen diese Fahrräder nicht auf Fahrradwegen benutzt werden.

Was den Aspekt Fitness angeht, so eignen sich diese Elektrofahrräder nur bedingt, da nicht viel Eigenleistung erbracht werden muss um sich fortzubewegen. Die Motorleistung ist gesetzlich auf 500 Watt beschränkt. Der Motor beschleunigt bis maximal 20 km/h und schaltet sich bei einer Überschreitung automatisch ab. Viele glauben fälschlicherweise, dass ein E-Bike das meist verkaufte Elektrofahrrad ist. Dem ist jedoch nicht so, denn so genannte Pedelecs werden viel häufiger verkauft.


Pedelec

Obwohl einem der Name nicht so geläufig ist, ist dieses Modell das, was sich viele Leute unter einem Elektrofahrrad vorstellen. Es gibt drei unterschiedliche Modelle in dieser Kategorie. Allen gemein ist, dass der Motor nur als Unterstützung zugeschaltet wird. Der Fahrer muss immer noch die Pedale betätigen um voran zu kommen. Unterschieden wird zwischen Modellen ohne Anfahrhilfe, mit Anfahrhilfe und den besonders schnellen.

Ohne Anfahrhilfe

Ein Pedelec mit Anfahrhilfe unterstützt den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Danach wird der Motor gedrosselt und der Fahrer muss selbst weiter arbeiten. Für dieses Modell braucht ihr keine Fahrberechtigung (Führerschein) und es gibt auch kein Mindestalter, denn es wird als herkömmliches Fahrrad eingestuft. Zudem ist es nicht notwendig eine zusätzliche Versicherung abzuschließen. Schäden sollten von eurer privaten Haftpflichtversicherung übernommen werden.

Mit Anfahrhilfe

Bis zu einer Geschwindigkeit von 6 km/h kann sich dieses Modell selbstständig fortbewegen. Darüber hinaus müssen die Pedale betätigt werden um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Auch hier wird der Motor bis maximal 25 km/h dazu geschaltet. Weiterhin ist keine extra Versicherung notwendig. Radwege dürfen mit diesen beiden Modellen befahren werden. Bei beiden Motoren ist die Leistung jedoch auf maximal 250 Watt beschränkt.

S-Pedelecs

S-Pedelecs sind die schnellsten Elektrofahrräder und werden deshalb zu den Kleinkrafträdern gezählt. Oft werden sie auch Schweizer Fahrräder genannt. Bis zu 20 km/h könnt ihr erreichen ohne mitzutreten. Bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h unterstützt euch dann der Motor. Aufgrund ihrer Einstufung als motorisierte Fahrzeuge ist es verpflichtend, ein Versicherungskennzeichen anzubringen. Genau wie bei den E-Bikes muss der Fahrer mindestens 16 Jahre alt sein und eine entsprechende Fahrerlaubnis besitzen.

Da diese Pedelecs sehr schnell fahren können, ist es außerdem vorgeschrieben einen richtigen Helm zu tragen, der auch für das Fahren eines Mofas zugelassen ist. Die Nenndauerleistung der Motoren ist bei S-Pedelecs auf 500 Watt begrenzt. Da es sich hier um ein richtiges Fahrzeug handelt, müssen auch die Reifen eine Mindestprofiltiefe von einem Millimeter aufweisen. Achtet ihr auf diese Hinweise, steht dem Freizeitspaß nichts mehr im Weg.


Weitere Ausführungen

Mittlerweile gibt es nicht nur das herkömmliche elektronisch betriebene Rad für die City, sondern auch Lastenfahrräder, Mountainbikes, Rennräder, Falträder und Dreiräder. Damit könnt ihr dann entweder einkaufen fahren, durch Wälder heizen oder es für den Fahrradausflug bequem zusammenfalten und im Kofferraum verstauen. Grundsätzlich sind alle elektronisch betriebenen Räder schwerer – meistens bis zu 10 kg.

Solltet ihr diese im Keller lagern, müsst ihr euch bewusst sein, dass es etwas schwieriger wird es nach oben zu tragen. Auch müsst ihr euch an das Fahren mit einem Motor erst gewöhnen, denn ihr könnt schon um einiges schneller fahren als bisher. Passt euer Tempo immer den Gegebenheiten an.


Das Herzstück: Der Motor

Es gibt drei verschiedene Antriebsmöglichkeiten. Der Motor wird entweder vorne, mittig oder hinten montiert.

Der Frontmotor befindet sich an der Vorderradnarbe. Es ist besonders wichtig, dass der Rahmen das zusätzliche Gewicht tragen kann und es keinen negativen Einfluss auf den Antrieb und das Bremsverhalten hat. Das Gewicht ist am besten aufgeteilt, wenn sich der Motor in der Mitte des Rades befindet. Dort hat er am wenigsten Einfluss auf das Fahrverhalten. Wenn sich der Motor am Heck befindet, sowie auch der Akku, kann das dazu führen, dass der Frontbereich zu sehr belastet ist und sich somit negativ auf das Fahrverhalten auswirken.


Akku Know-how

Bezüglich des Akkus, müsst ihr darauf achten wie ihr ihn lagert. Besonders im Winter sollte der Akku in einem Raum mit Zimmertemperatur gelagert werden. Auch sollte der Raum immer trocken sein. Für eine lange Lebensdauer empfiehlt es sich, den Akku nur mit einem originalen Ladekabel zu laden. So verhindert ihr Brände oder sonstige Fehler.

Bei einer „normalen“ Benutzung könnt ihr mit einer Akkuaufladung 30-80 km fahren. Bei längeren Strecken empfiehlt es sich einen Ersatzakku anzuschaffen. Kauft euch aber nur einen weiteren Akku, wenn ihr diesen wirklich benötigt. Eine lange Lagerung ohne Benutzung wird die Leistung nicht unbedingt verbessern. Zusätzlich ist es eins der teuersten Teile. Ein Akku von Bosch gibt es beispielsweise erst ab circa 400 EUR.

Sollte euer Akku während der kalten Jahreszeit für längere Zeit gelagert werden müssen, ladet ihn zuvor auf 50-70 % auf. Damit ihr ihn im nächsten Jahr wieder problemlos nutzen könnt, solltet ihr den Ladestatus alle 6 Wochen überprüfen. Das BATSO Zeichen ist ein Prüfsiegel für Akkus und bestätigt euch, dass ihr mit einem qualitativ guten Akku unterwegs seid. Sollte das Prüfsiegel nicht vorhanden sein, der Akku aber von einem namentlich bekannte Hersteller wie Bosch oder BMZ kommen, habt ihr auch einen Akku mit sehr guter Qualität. Für gewöhnlich haben die Hersteller sehr hohe Standards.

Wenn ihr nun auf den Geschmack gekommen seid, könnt ihr euch ja auf die Suche nach eurem neuen umweltschonenden Cityflitzer machen.