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Kaminholz einfach gemacht mit dem richtigen Holzspalter

Gemütliche Abende am Kamin: ein warmes Feuer, eine Tasse Kakao und die Liebsten um sich herum. Wer stets gespaltenes Brennholz zur Verfügung hat, dem steht dafür nichts im Wege. Sollen nur wenige Meter Raum erwärmt werden und den offenen Kamin befüllen, wird ein wenig Muskelkraft ausreichen, das nötige Holz aufzubereiten.

Anders sieht es dagegen aus, wenn gleich das ganze Haus mit Hilfe der Holzheizung bzw. eines Holzofens versorgt werden muss. Um der Holzmasse Herr zu werden, die dazu verarbeitet werden muss, gibt es jedoch einen praktischen Helfer: Holzspalter.


Mechanik statt Muskelkraft

Wer sein Haus mit Holzkraft heizen will, muss in seinem Leben einige Tonnen Holz zu Scheiten verarbeiten. Mit einem Holzspalter geht die Arbeit dabei gut von der Hand. Dennoch gilt es, einige Vorüberlegungen anzustellen, ehe ein solches Gerät in den Garten geholt wird. Denn Holzspalter ist nicht gleich Holzspalter. Hier gilt es zu beachten, dass es neben vertikal arbeitenden Geräten auch Spalter gibt, die das Holz liegend bearbeiten. Nicht unwichtig ist vor allem jedoch der Antrieb, denn er bestimmt nicht zuletzt auch den Einsatzort.

Zapfwellenantrieb

Seid ihr glücklicher Besitzer eines Traktors, bieten sich Holzspalter mit Zapfwellenantrieb an. Über dessen Welle könnt ihr euren Spalter dann antreiben. Diese Geräte sind jedoch eher für den direkten Einsatz im Wald gedacht und eignen sich weniger für den Hausgebrauch. Ihre Spaltkraft liegt zwischen sieben und 16 Tonnen.

Verbrennungsmotor

Ihr müsst nicht zwingend in den Wald ziehen wollen, um eines kabellosen Geräts zu bedürfen. Oft fehlt in Hof oder Garten einfach der passende Stromanschluss. In diesem Fall solltet ihr nach einem Gerät mit Verbrennungsmotor Ausschau halten. Hierfür benötigt ihr dann aber auch entsprechenden Brennstoff für den Antrieb: Benzin oder Diesel. In der Regel ist mit einem Liter Benzin pro Betriebsstunde zu rechnen.

Elektromotor

Am einfachsten sind sicher Modelle, welche ihr einfach an eure Steckdose anschließen könnt. Doch auch hier solltet ihr zumindest ein Auge darauf halten, ob nicht eventuell Starkstrom gefordert ist. Auch solche Geräte sind nicht selten.

Die Wahl des Antriebs sollte vor allem von Art und Häufigkeit des Einsatzes abhängen. So lassen sich bereits hier einige EUR sparen – schließlich benötigt ihr für den Hausgebrauch nicht zwingend ein deutlich teureres Gerät mit Zapfwellenantrieb. Diese sind vor allem für viele Tonnen Holz und einen direkten Einsatz im Wald geeignet, weniger für den eigenen Garten.


Mit Kraft und Größe gegen das Holz

Wie dick das Holz sein darf, dass der Holzspalter zerteilen soll, wird durch die Spaltkraft bzw. den Spaltdruck des Gerätes bestimmt. Dieser wird in der Regel in Tonnen angegeben. Je höher der Wert, umso größer die Kraft: entsprechend dicke Stämme vermag das Gerät auch zu verarbeiten. Das zeichnet sich meist auch am Preis ab: Geräte mit einer Spaltkraft von z.B. 25t arbeiten, sind in der Anschaffung deutlich teurer. Für ein Gerät mit einem Spaltdruck von nur 10t müsst ihr schon deutlich weniger EUR einplanen. Die Firma Atika bietet hier einige Leistungsstarke, aber günstige Modelle, die für den Hausgebrauch gut geeignet sind.

Neben der Spaltkraft spielt auch die Spalthöhe eine nicht unwichtige Rolle. Für lange Holzstücke sollte der Spalter wenigstens eine Höhe von 1 Meter erreichen. Dabei sollte auch der Zylinderhub entsprechend hoch sein. Welche Höhe ihr benötigt, hängt ganz vom Material ab, das ihr bearbeiten möchtet – und natürlich vom Platz, den euer Garten dem Holzspalter bietet.

Der Platz, den ein solches Gerät einnimmt, ist nicht zu unterschätzen. Zwar mag es auf dem Markt Produkte unterschiedlicher Größe geben, doch auch bei einem Mini-Holzspalter muss mit einer Mindesthöhe von einem Meter gerechnet werden. Vor der Anschaffung sollte sich also gut überlegt werden, wo das Gerät nach dem Gebrauch gelagert werden kann. Hier macht es auch kaum einen Unterschied, ob es sich um vertikale Holzspalter handelt, oder sie liegend arbeiten – letztere zählen im Übrigen eher zu den Exoten und sind seltener zu finden.


Das richtige Zubehör

Mit dem richtigen Zubehör lässt sich die Arbeit nicht nur erleichtern, sondern z.B. auch euer Rücken entlasten. So bietet es sich bei liegenden Geräten zum Beispiel an, mit Böcken oder Erhöhungen zu arbeiten. Manche Produkte kommen schon von Hause aus mit einem fahrbaren Untergestell zu euch.

Daneben lassen sich für leistungsstarke Geräte Spaltkreuze erwerben. Mit deren Hilfe kann das Brennholz gleich geviertelt werden. Eine deutlich größere Spaltwirkung erzielt ihr außerdem mit einer Spaltkeilverbreiterung. Diese wird einfach auf das Spaltmesser aufgesteckt. Daneben gibt es noch extra lange Spaltmesser, mit denen sich der Holzspalter ausrüsten lässt: hiermit lassen sich besonders lange Stämme spalten. Kurzholz zerteilt ihr am besten mit Unterstützung eines Arbeits- oder Seitentisches. Er lässt sich relativ einfach am Spalter befestigen. Dieser und sonstige Zusatzteile sind jedoch stets produktspezifisch einzukaufen. Hier gibt es von Hersteller zu Hersteller deutliche Unterschiede.

Während Spaltkreuz und Seitentisch als Spezialzubehör zu bezeichnen sind, gibt es auch einige Standards. Ohne Schutzkleidung solltet ihr niemals an die Arbeit gehen und auch das Hydrauliköl sollte für die richtige Wartung stets griffbereit sein. Schutzhelm, Schutzbrille und Arbeitshandschuhe sind ein Muss bei der Arbeit mit Spaltern.


Sicher an die Arbeit

Habt ihr erst einmal die richtige Schutzkleidung, müsst ihr nun auch für den Spalter einen passenden Ort finden, an dem ihr arbeiten könnt. Er muss sicher stehen und nicht kippeln oder umfallen können. Da es schon einmal passieren kann, dass Holzsplitter- oder einzelne Teile herumfliegen können, sollten sich nur die Personen in der Nähe aufhalten, die für die Arbeit nötig sind. Andere Personen sollten einen Abstand von mindestens fünf Metern einhalten.

Während der Arbeit und des Spaltvorgangs ist stets auf das sich im Spalter befindende Holt zu achten. Sollte sich ein Holzstück z.B. nicht spalten lassen, kann dies zu einem Verbiegen des Tisches führen. Hier muss sofort eingeschritten, der Spaltvorgang gestoppt und die Maschine ausgeschaltet werden.

Auch beim Eingriff in die Arbeit der Spalters ist mit Umsicht vorzugehen. Müsst ihr eingeklemmte Holzstücke per Hand aus dem Spalter lösen, ist sicherzustellen, dass das Gerät ausgeschaltet ist. Bei elektrischen Holzspaltern geht ihr auf Nummer sicher, indem ihr den Stecker zieht und damit den Stromkreis unterbrecht.

Verwendet nur frisches Holz zum Spalten. Bei altem und trockenem Holz ist die Gefahr groß, dass es zersplittert und große Holzteile umstehende Personen verletzen.


Welches Gerät eignet sich für mich?

Die Wahl des richtigen Geräts hängt vor allem von der Einsatzhäufigkeit und der zu bearbeitenden Menge ab.

Für einfache Arbeiten – zum Beispiel für die Herstellung von Kaminholz – genügt in der Regel ein kompaktes, elektrisch betriebenes Gerät. Hier reicht eine Spaltkraft von 5t aus, um euren Bedarf an Brennholz abzudecken. Der Vorteil dieser Modelle ist eine geringe Lärmbelästigung. Außerdem haben sie ein verhältnismäßig geringes Gewicht von ca. 50 kg.

Ist das Gerät regelmäßig in Gebrauch und das an unterschiedlichen Einsatzorten, empfiehlt sich ein mobiler Spalter, der sich zum Beispiel auf einem Anhänger oder sonstige fahrbare Hilfsmittel montieren lässt.

Für professionelleres Arbeiten sollten stromlose Spalter mit Zapfwellen- oder Verbrennungsmotor zum Einsatz kommen. Diese sind allerdings deutlich lauter als strombetriebene Geräte. Dabei lassen sich hier bereits Leistungen von neun bis zwölf Tonnen erreichen. Anschaffungspreis und Wartungsaufwand sind hier jedoch nicht außer Acht zu lassen. Daher eignen sie sich wenig für gelegentliches Zerkleinern von Holz. Eine solche Anschaffung lohnt sich vor allem für die direkte Arbeit im Wald bzw. am Schlagort.

Holzspalter mit einer Mindestspaltkraft von 30t werden eher im industriellen Umfeld eingesetzt. Hier ist es wichtig, zeiteffizient zu arbeiten. Ein schneller Spaltvorgang ist daher unumgänglich.

Für gelegentliche und gemütliche Abende vor dem Kamin sollte also ein günstigeres Modell ausreichen. Benötigt ihr jedoch regelmäßig gespaltenes Holz, z.B. für das Anfeuern eurer Holzheizung, ist die Anschaffung eines professionellen Geräts sicher die bessere Wahl.