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Ein passender und guter Kindersitz ist unverzichtbar

Kinder sind das Wertvollste in unserem Leben. Sie sind diejenigen, die noch nicht selbst auf sich aufpassen können und diejenige, die unsere schützende Hand brauchen. So ist es auch, wenn es darum geht den richtigen Kindersitz für euren Schützling zu finden.

Kindersitzgruppen

Kindersitze werden in fünf verschiedene Kindersitzgruppen unterteilt. Zu diesen zählen die Gruppen 0, 0+, I, II und III. Welcher dieser Gruppen euer Kind zugeordnet wird, wird anhand des Gewichts und der Größe festgemacht. Eine Einstufung über das Alter gibt es nicht und kann zu einer falschen und auch gefährlichen Benutzung führen. Ob euer Kind erst zwei Jahre oder schon zehn Jahre alt ist, ist für die Einstufung irrelevant.

Gruppe 0/ 0+

Diese Gruppe ist für die Kleinsten geeignet. Kindersitze mit der Bezeichnung 0 sind ab der Geburt bis zu einem Gewicht von 10kg und einer Größe von etwa 75 cm einsetzbar. Jedoch findet man diese Modelle eher selten im Handel. Mit 0+ werden diejenigen Sitze bezeichnet, in denen Babys bis zu einem Gewicht von 13 kg und einer Länge von 90 cm sicher transportiert werden können. Im Handel findet ihr diese Sitze mit der Bezeichnung Babyschale. Um im Falle eines Unfalls euer Baby nicht zu gefährden, werden Babyschalen so eingebaut, dass das Baby auf die Rückenlehne des Sitzes schaut – also entgegengesetzt der Fahrtrichtung. Bekannte Markenprodukte sind die Babyschalen Römer Baby Safe Plus II, Cybex Aton 3 und der Maxi-Cosi Citi SPS und Maxi-Cosi Pebble.

Auch für Eltern ohne Auto empfiehlt sich der Kauf einer Babyschale, denn euer Baby ist auch dort gut aufgehoben wenn ihr ihnen gerade einmal nicht die volle Aufmerksamkeit spenden können. Erst wenn das Maximalgewicht erreicht ist und der Kopf über den Sitz hinausragt, müsst ihr euch einen neuen zulegen. Tauscht den Autositz nicht zu früh mit einem größeren Modell aus. Damit bringt ihr euer Baby bei einem Unfall in Gefahr.


Babywanne

Habt ihr des öfteren lange Fahrten vor euch, solltet ihr darüber nachdenken euch eine Babywanne anzuschaffen. Besonders in den ersten drei Lebensmonaten eines Säuglings solltet ihr darauf achten, dass das Baby sich nicht zu lange in einer Sitzposition befindet. Bei Neugeborenen ist die Wirbelsäule noch sehr empfindlich. Eine gekrümmte Haltung über einen längeren Zeitraum kann die Entwicklung der Wirbelsäule negativ beeinflussen. Ein Beispiel hierfür ist der Römer Baby Safe Sleeper. In dieser Babywanne liegt das Neugeborene sicher und komfortabel – auch auf längeren Strecken.

Gruppe I

Ist das Baby aus der Babyschale herausgewachsen , muss ein neuer Kindersitz her. Die nächste Gruppe ist für Kleinkinder mit einem Gewicht von 9-18 kg und einer Größe von 75-100 cm geeignet. Hierbei gibt es zwei verschiedene Systeme. Auf der einen Seite sind dies Sitze mit Hosenträgergurte und auf der anderen Seite solche, in denen das Kind mit einem Fangkörper gestützt wird.

Hosenträgersystem

Die wohl bekannteren Modelle sind diejenigen mit den so genannten Hosenträgergurten. Damit das Kleinkind hier richtig geschützt wird, müssen die Gurte immer sehr nah am Körper befestigt und zusätzlich stramm gezogen werden. Durch das stramme Festziehen der Gurte ermöglicht ihr im Falle eines Unfalls, dass die Belastung des Aufpralls sich möglichst gleichmäßig auf den Körper verteilt. Den Römer King Plus richtet man in Fahrtrichtung aus, das Kleinkind wird mit einem 5-Punkt-Gurtsystem angeschnallt. Durch die Seitenteile ist es außerdem optimal gegen einen Seitenaufprall geschützt.

Einige Modelle mit Hosenträgergurten können auch entgegengesetzt der Fahrtrichtung positioniert werden, was im Falle eines Frontaufpralls besser ist. Diese werden auch Reboardsitze genannt. In Deutschland sind sie jedoch noch nicht sehr verbreitet, da der Einbau ein wenig komplizierter ist. In allen Sitzen mit Hosenträgersystem können Kleinkinder meist besser und bequemer schlafen, da die Kinder nicht zu aufgerichtet sitzen.


Fangkörpersystem

Bei Sitzen mit einem Fangkörpersystem ist dies anders. Die Kinder sitzen aufgerichtet und ausschließlich in Fahrtrichtung. Bei dieser Art von Kindersitzen wird ein kleiner Tisch vor dem Bauch des Kindes mit dem Gurt befestigt. Bei einem Aufprall wird das Kind vom Tisch festgehalten und die Belastung auf den Körper ist geringer. Aber auch hier muss immer darauf geachtet werden, dass der Auffangkörper richtig mit dem Gurt verbunden ist. Modelle mit Sicherheitskissen gibt es beispielsweise von Cybex und Concord. Das Cybex Modell nennt sich „Pallas“ und der Autositz von Concord „Transformer Pro“.

Gruppe II/ III

Die Kindersitzgruppe II ist für kleine Heranwachsende von 15-25 kg geeignet. Für Kids ab einem Gewicht von 22 kg bis 36 kg gibt es Sitze der Kategorie III. Die Größe des Kindes sollte ca. 95-150 cm betragen. Die Sitze bestehen aus einer Sitzerhöhung und einem Rückenteil mit Ohren zum Anlehnen und Schlafen. Bei einem Seitenaufprall können die Kopfstützen außerdem den Schwung des Kindes abfangen und das Verletzungsrisiko verringern. Wenn ihr euer Kind in diesen Sitzen anschnallt, müsst ihr darauf achten, dass der Dreipunkt-Gurt mittig über die Schulter läuft. Zusätzlich muss der untere Teil des Gurtes durch Haken befestigen werden, damit dieser bei einem Unfall nicht auf den Bauch drückt.

Es gibt auch Kindersitze die der Gruppe I/ II und III zugeordnet werden. Das Problem hierbei ist, dass diese Sitze meistens zu groß für die Kleinsten oder zu klein für die Größten sind. Auch die Sitzposition ist gerade für jüngere Kleinkinder nicht ideal.


Vor dem Kauf

Bevor ihr einen Kindersitz kauft, müsst ihr diesen zuvor einmal zur Probe in euer Auto einbauen. Es gibt Modelle, die besser in euren Wagen passen und solche, die nicht ideal für euer Auto sind. So können beispielsweise die Gurtlänge und auch die Gurthöhe darüber entscheiden ob der Sitz passt oder nicht.

Ganz wichtig ist es darauf zu achten, dass der Kindersitz und auch die Babyschale die Prüfnorm erfüllen. Die neueste Prüfnorm ist ECE R 44/04, aber auch die Norm ECE R 44/03 ist noch zulässig. In die Jahre gekommene Sitze solltet ihr vor der Benutzung unbedingt prüfen. Stellt sicher, dass es sich um unfallfreie Sitze handelt und schaut nach alten Testberichten.

Nach dem Kauf

Vor jeder Fahrt müsst ihr ganz genau prüfen, ob wirklich alles richtig befestigt wurde. Gute Sitze nützten euch nichts, wenn sie nicht korrekt mit dem Gurt befestigt wurden.

Abhilfe schaffen da Kindersitze beziehungsweise Autos mit einer Isofix Befestigung. Isofix ist die Bezeichnung für ein einfaches und sicheres Befestigungssystem. Im Wagen sind entsprechende Bügel eingebaut, an denen der Sitz eingerastet wird. Mit einer Isofix Befestigung könnt ihr eigentlich nicht viel falsch machen. Falls euer Kind einmal nicht in einem Auto mit Isofix Vorrichtung gefahren wird, können diese Sitze auch mit dem Dreipunkt-Sicherheitsgurt befestigt werden.

Kindersitze können Leben retten! Ob ihr euch nun für einen Römer, Cybex, Maxi-Cosi oder Concord-Sitz entscheidet, solltet ihr von offiziellen Testberichten abhängig machen. Unabhängig von eurer Auswahl müsst ihr immer darauf achten, dass euer kleiner Schatz richtig und gut angeschnallt sitzt und der Sitz gut im Wagen befestigt wurde.